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19.09.2017 Berlin Lido

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20.09.2017 Potsdam „Deine Stimme zählt“ Sampler-Release @ Brandenburger Tor
29.09.2017 Neuruppin Estabien Festival
30.09.2017 Wittstock/Dosse Estabien Festival

 
 

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Falk Arne Gossler, so heißt Fargo in Wirklichkeit, hatte eine schwere Kindheit: weil er gut singen konnte, musste er manchmal für Duette mit Andrea Berg und Christina Bach herhalten. Mittlerweile hat er sich davon erholt und sich musikalisch von seinen Anfängen weiterentwickelt: seine Liebe gilt dem Rap und auch ein bisschen dem Pop, ohne dabei in typische Klischees zu verfallen. Die Melodien und Texte sind eingängig, seine Hose hängt nie zu tief und seine Botschaft ist klar: macht, was euch glücklich macht.

Mit „Einfach sein“ ist dem ehemaligen Frontmann der Berliner Indie-Rap-Pioniere The Love Bülow ein sloganhaft eingängiges Solodebüt gelungen. „Wir nennen es Luxus, doch dabei schränkt es uns ein“, rappt er. „Einfach sein“ ist seine Hymne für die so völlig vernetzte wie ratlose Generation Entscheidungsunfähig. Zu viele Möglichkeiten sind am Ende einfach nur unmöglich. Fargo singt im Refrain, rät: Streicht die Optionen weg, lasst das Datenvolumen klein, geht nicht blind zum Date, guckt wieder hin und trefft eure Freunde. Denn Glück ist nicht kompliziert, nicht teuer und keine Idee, die irgendwo in der Zukunft liegt. Im Gegenteil. Man denke nur daran, wie glücklich man war, „als Fantasie noch König war“.
Fargo belehrt dabei nicht von einer Rapper-Kanzel herab. Sondern gibt dem Hörer Reime mit, zum Mitsingen, zum Merken. All das spannt sich über einem dicken Netz aus Beats und Bläsern. Fargo erfindet den Pop-Rap nicht neu, aber „kann es im Leben nicht einfach mal einfach sein“? Er macht, worüber er singt. Und das macht verdammt Spaß.

Schon mit sechs Jahren stand Falk-Arne Goßler, wie Fargo gebürtig heißt, auf der Bühne. Er war das Kind, das sich Andrea Berg und Christina Bach ausliehen, wenn es darum ging ein Duett mit Junior zu singen. „Es machte einfach Spaß“, sagt Fargo heute. In der Schule entdeckt er dann die Musik, die ihn wirklich begeistert. Deutschrap. Den Beginnern, Torch, und Blumentopf reimt er hinterher. Aus Falk-Arne Goßler wird abgekürzt MC F.A.G. Seiner ersten großen Liebe hat das nicht im Weg gestanden. Erst sehr viel später stellt er fest, was „Fag“ bedeutet – und nennt sich vorsichtshalber um. Bei seinem Freiwilligen Sozialen Jahr in einem Jugendzentrum trifft er ein paar Musiker. Sie werden „The Love Bülow“, nehmen am Bundesvision Song Contest teil, singen mit Ina Müller und im Vorprogramm von Silbermond vor 11.000 Leuten. Doch 2015 folgt die Trennung, da ein Fünftel der Band nach Australien auswandert.

Für Falk ist klar: Jetzt kommt Fargo. Er läuft mit seinem Mops Killa durch Berlin, und während die Passanten ihn für einen verrückt murmelnden Mann mit Hund halten, schreibt sein Kopf Track um Track. Wirklich aufschreiben tut er nie etwas. Keine unnötige Ressourcenverschwendung. Was er im Kopf hat, das weiß er. Im Studio leiht er sich für jeden Song die Drummer, Gitarristen und Bläser aus, die bereits für andere Projekte da sind. Das ist nachhaltig. Musiker Sharing wie Carsharing. Nichts verprassen, nichts verschwenden.

#EinfachSein – Das ist Fargo.

 

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